Heinz-Gärtner-Brücke

Am 1. März 2014 wäre Heinz Gärtner 98 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass hatte die SPD-Jarrestadt zu einer Veranstaltung eingeladen, um an die Lebensleistung des 2001 verstorbenen Sozialdemokraten und Widerstandskämpfers zu erinnern, nach dem im August 2013 die neue Fußgängerbrücke über den Osterbekkanal am Jarreplatz benannt worden war.

Heinz Gärtner, der in Winterhude aufgewachsen ist und dort bis zu seinem Tode gelebt hatte, war Mitglied der SPD-Jarrestadt gewesen und hatte über Jahrzehnte deren Vorstand angehört, aber auch dem Elternrat der Schule Meerweinstraße angehört. Im Rahmen der Veranstaltung sprachen der sozialdemokratische Bürgerschaftsabgeordnete Jan Quast, der die Benennung der Brücke nach Heinz Gärtner angeregt hatte, der frühere Senator und Historiker Dr. Wolfgang Curilla, der Gärtner von Kindesbeinen an als Nachbarn kannte, und Gärtners Sohn Jens, der aus den Erinnerungen seines Vaters einen dokumentarischen Roman erstellt hat.

Jan Quast betonte in seiner Rede Gärtners Engagement in der Bildungs- und Aufklärungsarbeit nach dem Krieg. Der spätere Landesgeschäftsführer der Hamburger SPD klärte junge Menschen über die Gräueltaten der Nazis auf. Noch am Vortage seines Todes führte er durch die Ausstellung in der Gedenkstatte im ehem. Konzentrationslager Fuhlsbüttel (Kolafu).

“So lange noch ein paar von uns leben, müssen wir die Jugend über das Grauen von damals aufklären”, begründete Heinz Gärtner sein lebenslanges Engagement einst. Über viele Jahre war er in der Gedenkstätte Kolafu tätig und begründete die Hamburger Stiftung Hilfe für NS-Verfolgte mit. Für seine Verdienste wurde Gärtner vom Senat mit der “Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes” geehrt. Die Bezirksversammlung verlieh im 2001 eine Ehrennadel für seine Aufklärungsarbeit.

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